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Sommerfeld lädt zur Winterschool

Medizinische Betreuung auf höchstem Niveau gepaart mit einer nachhaltigen Nachwuchsarbeit

Dieses Ziel hat sich Prof. Halder, Ärztlicher Direktor der Sana Kliniken Sommerfeld sowie Chefarzt der Klinik für Operative Orthopädie, auch für das laufende Jahr gesetzt.

„Mir ist es sehr wichtig, mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen und ihnen dabei zu helfen, ihren Weg in der Medizin zu finden“, betont er. Aus diesem Grund hat der Mediziner sein Engagement in der Nachwuchsarbeit ausgeweitet: Nach zwei erfolgreichen Summerschool-Durchgängen in den letzten Jahren fand in diesem Jahr erstmals eine Winterschool mit Studierenden der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) statt.

Sechs junge „Studis“ konnten in der Woche vom 12. bis zum 16. Februar nicht nur in den zahlreichen Operationssälen sondern auch bei Nahtkursen, geleiteten Untersuchungen am Patienten sowie bei Visiten und dem Anfertigen von Epikrisen zu Schulungszwecken erste Erfahrungen sammeln. „Die angehenden Mediziner haben sich sehr wohl gefühlt und eine Menge Eindrücke mitnehmen können“, erklärt der Chefarzt und ergänzt: „und auch für uns ist es immer wieder bereichernd, mit jungen Leuten zusammenzukommen.“

Rasch und schmerzfrei zurück in den Alltag

In den Sana Kliniken Sommerfeld kommen Patienten künftig früher und noch besser wieder auf die Beine: Anfang Dezember startete die Klinik für Operative Orthopädie ihr Rapid-Recovery-Programm. Übersetzt heißt dies „rasche Genesung“.
Prof. Dr. Andreas M. Halder

Ziel des Programms ist es, den Behandlungsweg der Patienten von der präoperativen Untersuchung bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus sowie der Nachsorge zu verbessern.

Der Initiator, Prof. Andreas Halder, Ärztlicher Direktor am Standort und Chefarzt der Klinik für Operative Orthopädie, will mit der Einführung des Rapid Recovery Konzeptes durch schonende Operationstechniken und adäquate Schmerztherapie den Patienten schon kurz nach der Operation mobilisieren, um Komplikationen durch Immobilität zu vermeiden.

Was ändert sich künftig? Kern des Programms ist eine optimale Kommunikation zwischen dem Patienten und den an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen. „Der Patient wird jetzt noch viel intensiver auf die Operation vorbereitet und erhält schon vor der Einweisung sehr detaillierte Informationen“, so Daniel Schrednitzki, geschäftsführender Leitender Oberarzt in Sommerfeld und verantwortlich für das Projekt Rapid Recovery.

Dafür wird er zur Patientenschule eingeladen, wo er unter anderem Vertreter jeder Berufsgruppe, die an der Behandlung beteiligt sind, kennenlernt, wie etwa einen Mitarbeiter aus der Orthopädie, der Anästhesie, der Pflege, der Sozialarbeit und der Physiotherapie. Der Patient erfährt alles über den Gelenkersatz und wie er sich selbst am besten vorbereiten und nach der Operation daran mitwirken kann, dass seine Genesung optimal verläuft. „Im Idealfall hat der Patient danach keine Angst mehr vor dem operativen Eingriff, sondern stellt sich informiert der Aufgabe Operation. Sie ist kein Schicksalsschlag mehr.“

Die vor Jahren noch gepredigte tagelange Schonung des Patienten sei mittlerweile überholt, so der Mediziner. „Heute weiß man, dass eine frühzeitige Mobilisierung des Patienten enorm wichtig ist und den Heilungsprozess beschleunigt sowie gleichzeitig die Komplikationsrate verringert.“ Bereits wenige Stunden nach der Operation stehen die Patienten also unter physiotherapeutischer Anleitung auf. „Einige Übungen zeigen wir den Patienten bereits vor der Operation. Auch das Laufen mit den Gehhilfen wird vor dem Eingriff geübt.“ Hole man den Patienten da ab, wo er sich befinde und helfe  ihm gezielt, seine Ängste zu überwinden, stehe einer erfolgreichen Operation nichts mehr im Wege.

Viele der Elemente aus dem Rapid Recovery Programm, etwa die Reduktion von Wunddrainagen auf ein Minimum, sind bereits in die täglichen Abläufe der Klinik übergegangen. Weitere Beispiele sind ein generell durchgeführtes Anämie-Screening vor dem Eingriff sowie der flächendeckende Einsatz von Tranexamsäure. „So konnte der Transfusionsbedarf in der Klink auf unter einem Prozent gesenkt werden,“ erklärt Daniel Schrednitzki.

Mehr Aufwand vor der Operation, damit sich der Aufwand nach der Operation verringert? „So ist das Konzept, ja. Und dies zahlt sich durch eine größere Patientenzufriedenheit und einer Steigerung der Ergebnisqualität aus.“

Doch: Das Konzept ist nicht nur für die Patienten von Vorteil, ist sich Prof. Halder sicher. „Es fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit enorm, denn es ist auf das Engagement aller am Patienten tätigen Mitarbeiter angewiesen. Die Freude an der erstaunlich schnellen Mobilisierung und Genesung des Patienten motiviert das gesamte Team.“

Foto: Prof. Dr. Andreas M. Halder

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