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Wenn der Roboter bei der Knie-OP hilft

Jahrelange OP-Erfahrung überzeugt - ein OP Roboter assistiert hilfreich

Sommerfeld (MOZ)
Neue Techniken müssen im realen Einsatz erprobt und mit wissenschaftlichen Studien auf Sinnhaftigkeit geprüft werden. Der OP-Roboter, der seit einem halben Jahr in der Klinik für operative Orthopädie in Sommerfeld den Operateuren assistiert, fräst und Implantate millimetergenau einsetzt, ist sowohl im Einsatz als auch Bestandteil von Studien – und in Berlin-Brandenburg bisher einzigartig.

Roboter sind im Bereich der Endoprothetik kein neues Feld. "Vor 20 Jahren gab es den Versuch, mit Robotern künstliche Hüftgelenke zu implantieren", sagt Prof. Dr. Andreas Halder. "Damals ist der Versuch gescheitert, weil der Roboter auf die Weichteile an der Hüfte wenig Rücksicht nahm", so der Ärztliche Direktor der Sana Kliniken Sommerfeld. Die Maschine habe "fröhlich gefräst", ohne feste und weichere Knochen zu unterscheiden. Die Hüfte sei danach nicht so kräftig und gut beweglich gewesen wie normal. "Und durch die stumpfe Fräsrichtung saßen die Implantate nicht optimal." Genau von dieser korrekten Position des Gelenkersatzes hänge jede Operation ab. Im Bereich der Knie-OPs ist die Technik mittlerweile viel weiter. Hier setzt der OP-Roboter in Sommerfeld ein.

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Mediziner aus Birkenwerder wird neuer Chefarzt

Dr. Jan Emmerich löst Dr. Wolfram Seidel als Chefarzt der Klinik für Manuelle Medizin ab

Sommerfeld (MOZ)
Der 51-jährige MedizinerDr.Jan Emmerich aus Birkenwerder wird zum 1. Januar 2020 neuer Chefarzt der Klinik für Manuelle Medizin der Sana Kliniken in Sommerfeld, die sich als Fachklinik für nichtoperative Orthopädie und Schmerzmedizin spezialisiert hat. Emmerich folgt als Chefarzt auf Dr. Wolfram Seidel, der die Klinik für Manuelle Medizin seit 1987 als Chefarzt leitete. Seidel wurde am 13. Dezember feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

Der gebürtige Berliner Emmerich, der inzwischen seit über 20 Jahren in Birkenwerder lebt, studierte an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und an der Humboldt-Universität Berlin. Seine ärztliche Laufbahn begann er in der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pulmologie der Berliner Charité. Im Rahmen der ärztlichen Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und im Schwerpunkt Rheumatologie folgten Stationen in der Rheumaklinik Berlin-Buch, den Sana Kliniken in Sommerfeld sowie im Evangelisch-freikirchlichen Krankenhaus Bernau. Nach der Zusatzweiterbildung Manuelle Medizin absolvierte er auch Weiterbildungen in der ärztlichen Osteopathie und der Manuellen Medizin bei Kindern. "Das Thema Funktionsmedizin wurde für ihn zur Leidenschaft", heißt es in der Mitteilung der Sana Kliniken...

» Zum Artikel der Märkischen Oderzeitung

Rasch und schmerzfrei zurück in den Alltag

In den Sana Kliniken Sommerfeld kommen Patienten künftig früher und noch besser wieder auf die Beine: mit dem Rapid-Recovery-Programm der Klinik für Operative Orthopädie.
Prof. Dr. Andreas M. Halder

Übersetzt heißt dies „rasche Genesung“. Ziel des Programms ist es, den Behandlungsweg der Patienten von der präoperativen Untersuchung bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus sowie der Nachsorge zu verbessern.

Der Initiator, Prof. Andreas Halder, Ärztlicher Direktor am Standort und Chefarzt der Klinik für Operative Orthopädie, will mit der Einführung des Rapid Recovery Konzeptes durch schonende Operationstechniken und adäquate Schmerztherapie den Patienten schon kurz nach der Operation mobilisieren, um Komplikationen durch Immobilität zu vermeiden.

Was ändert sich künftig? Kern des Programms ist eine optimale Kommunikation zwischen dem Patienten und den an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen. „Der Patient wird jetzt noch viel intensiver auf die Operation vorbereitet und erhält schon vor der Einweisung sehr detaillierte Informationen“, so Daniel Schrednitzki, geschäftsführender Leitender Oberarzt in Sommerfeld und verantwortlich für das Projekt Rapid Recovery.

Dafür wird er zur Patientenschule eingeladen, wo er unter anderem Vertreter jeder Berufsgruppe, die an der Behandlung beteiligt sind, kennenlernt, wie etwa einen Mitarbeiter aus der Orthopädie, der Anästhesie, der Pflege, der Sozialarbeit und der Physiotherapie. Der Patient erfährt alles über den Gelenkersatz und wie er sich selbst am besten vorbereiten und nach der Operation daran mitwirken kann, dass seine Genesung optimal verläuft. „Im Idealfall hat der Patient danach keine Angst mehr vor dem operativen Eingriff, sondern stellt sich informiert der Aufgabe Operation. Sie ist kein Schicksalsschlag mehr.“

Die vor Jahren noch gepredigte tagelange Schonung des Patienten sei mittlerweile überholt, so der Mediziner. „Heute weiß man, dass eine frühzeitige Mobilisierung des Patienten enorm wichtig ist und den Heilungsprozess beschleunigt sowie gleichzeitig die Komplikationsrate verringert.“ Bereits wenige Stunden nach der Operation stehen die Patienten also unter physiotherapeutischer Anleitung auf. „Einige Übungen zeigen wir den Patienten bereits vor der Operation. Auch das Laufen mit den Gehhilfen wird vor dem Eingriff geübt.“ Hole man den Patienten da ab, wo er sich befinde und helfe  ihm gezielt, seine Ängste zu überwinden, stehe einer erfolgreichen Operation nichts mehr im Wege.

Viele der Elemente aus dem Rapid Recovery Programm, etwa die Reduktion von Wunddrainagen auf ein Minimum, sind bereits in die täglichen Abläufe der Klinik übergegangen. Weitere Beispiele sind ein generell durchgeführtes Anämie-Screening vor dem Eingriff sowie der flächendeckende Einsatz von Tranexamsäure. „So konnte der Transfusionsbedarf in der Klink auf unter einem Prozent gesenkt werden,“ erklärt Daniel Schrednitzki.

Mehr Aufwand vor der Operation, damit sich der Aufwand nach der Operation verringert? „So ist das Konzept, ja. Und dies zahlt sich durch eine größere Patientenzufriedenheit und einer Steigerung der Ergebnisqualität aus.“

Doch: Das Konzept ist nicht nur für die Patienten von Vorteil, ist sich Prof. Halder sicher. „Es fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit enorm, denn es ist auf das Engagement aller am Patienten tätigen Mitarbeiter angewiesen. Die Freude an der erstaunlich schnellen Mobilisierung und Genesung des Patienten motiviert das gesamte Team.“

Foto: Prof. Dr. Andreas M. Halder

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